Plötzliche Hörverluste (Hörsturz), plötzliche Ohrgeräusche (Tinnitus)
Ein weiterer HNO-relevanter Notfall stellt der plötzliche Hörverlust eines oder gelegentlich auch beider Ohren dar, welcher im schlimmsten Fall auf Grund einer akuten Durchblutungsstörung bzw. eines
Innenohrinfarkts zu einem sogenannten Hörsturz führen kann, welcher umgehend therapeutisch versorgt werden muß. Die Erfolgsaussichten einer Therapie richten sich sehr stark nach der verstrichenen
Zeit bis zum Einsetzen der selbigen. Auch wenn plötzliche Hörstörungen im Rahmen der Untersuchung sich häufig als harmlose Ohrschmalzpfröpfe herausstellen, erscheint auf Grund der Gefahren bei einem
wirklichen Hörsturz die sofortige Konsultation eines HNO-Arztes emminent wichtig. Sollte sich die Diagnose einer akuten Innenohrdurchblutungsstörung bestätigen, wird in aller Regel mittels
durchblutungsfördernder Substanzen entweder in Tablettenform bzw. bei ausgeprägten Formen mit Infusionen therapiert.
Ähnlich verhält es sich auch mit der "Volkskrankheit" Tinnitus (= Ohrgeräusche). Gelegentliches Vorhandensein eines Ohrgeräusches für einige Sekunden oder wenige Minuten ist als normal anzusehen.
Sollten diese Ohrgeräusche jedoch über längere Zeit (Stunden, Tage) nicht verschwinden, sollte auch hierbei ein umgehendes Kontaktieren eines HNO-Arztes erfolgen. Patienten die über Monate oder Jahre
an chronischem Tinnitus leiden, sind in der Regel nicht mehr zu therapieren, da die Erfolgsaussichten in solchen Fällen nahezu Null sind.
Deutsche Tinnitus-Liga e.V.
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Tinni.net der deutschen Tinnitus Liga
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Tinnitus-Forum
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